Auf was lässt sich der Teilnehmer ein?
Der Teilnehmer sollte wissen, dass der Wanter-Trail kein einfacher Waldlauf sein wird. Im Gegenteil erwartet die Läufer teilweise sehr steile Anstiege, die kaum im Laufen zu bewältigen sind. Zudem sind die Wege sehr oft uneben, so dass man aufpassen muss, wo man den Fuß hinsetzt. Einige Abstiege sind auch sehr technisch, wo Sturzgefahr herrscht. Bei nassem Wetter werden die Strecken sogar sehr Kraft raubend. Eine gute Form ist Vorraussetzung, da die Strecken sonst sehr lange werden können.
Die Strecken
Die Strecken werden sich wieder gegenüber dem Vorjahr verändern. Denn wir wollen den Teilnehmer jedes Jahr neue Wege zeigen und somit für Abwechslung sorgen. Dies bedeutet aber nicht, dass die Strecken weniger interessant sein werden. Im Gegenteil wollen wir an den schönsten Teilabschnitten festhalten. Dies gilt unter anderem für die Mamer Léen, wo die Läufer und Walker zum Schluss voll auf ihre Kosten kommen werden. Vor allem der Long-Trail bietet viele neue Wege. Doch auch der Medium-Trail hat sich viel verändert. Der Short-Trail wurde vor allem auf der 1. Hälfte stark umgeändert. Wo die Läufer des Short- und Medium-Trails fast ausschließlich im Wald unterwegs sind, werden die Long-Trail-Läufer auch dieses Jahr wieder asphaltierte Feldwege bestreiten, die für mehr Abwechslung und den nötigen weiten Blick sorgen sollen.
Kennzeichnung der Strecke
Bei der 1. Ausgabe im Februar 2008 mussten wir zugestehen, dass die Streckenkennzeichnung nicht optimal für jeden gewählt war. Diese Mängel konnten wir nun bei der 2. Ausgabe beseitigen und die Strecke ausführlicher kennzeichnen. So werden wir versuchen weiterhin an der Kennzeichnung mit den Bändchen, Wegweisern und Kalk fest. Wir werden auch dieses Jahr versuchen an der blauen Farbe der Bändchen festzuhalten. An kritischen Punkten werden wir auch Pfeile anbringen. Wenn das Wetter es zulässt, werden wir auch mit Linien auf dem Boden die Wege vorgeben.
Die Verpflegung
Umkleidekabinen
Die Sporthalle auf dem Krounebierg, wo sich der Start und das Ziel befinden, bietet viel Komfort. So gibt es dort ausreichend Umkleidekabinen und Duschen. Zudem befindet sich dort das Anmeldebüro. Parkmöglichkeiten gibt es dort auch genug.
Ein Streckenbericht vom Gestalter der Erlebnislaufes
Wie schon in den beiden Jahren zuvor ist es dem Organisator wichtig, den Läufern in erster Linie eine schöne und abwechslungsreiche Strecke zu bieten. Und es wird wieder eine andere Strecke sein, als in den Jahren zuvor. Darum wird die genaue Streckenführung auch erst am Tag selber bekannt. Der Läufer soll sich überraschen lassen, sich auf diese Weise bewusster mit der Strecke während des Laufes befassen und sie somit besser genießen können. Allerdings soll auch die Verpflegung nicht zu knapp kommen. Neben warmen Tee, kann der Wettbewerber sich auch mit Iso-Getränken, Wasser, Obst und Energieriegel stärken.
Was erwartet aber den Läufer denn nun am 3. Januar 2010 in Mersch? Hier ein kleiner schriftlicher Vorgeschmack.
Die kurze Strecke über 10km ist sicherlich technisch sehr anspruchsvoll. Die Läufer bekommen wenig Gelegenheit richtig Gasgeben zu können. Entweder geht es bergauf oder die Piste ist sehr holperig. Doch auch die anderen Läufer werden diese Teilstücke bestreiten. Nur, dass es dazwischen nicht ganz so wild vorgeht.
Gleich nach dem Start lauert für alle Disziplinen ein steiler asphaltierter Anstieg, ehe es wieder durch den Wald ins Tal geht, wo vor allem das Schlussstück sehr tückisch ist. Hier ist es sehr schmal, es gibt viele Wurzeln und es ist sehr holprig. Nachdem man erleichtert sein wird, diesen Teil unfallfrei überstanden zu haben, geht es wieder bergauf, wo der zweite Teil sehr steil wird. Ungeübte Läufer müssen sich hier auf einen Fußmarsch einstellen. Oben angekommen, kann man einmal richtig Gas geben. Allerdings ist es ein schmaler Pfad, wo man dennoch acht geben muss. Auf diesem Pfad trennen sich die Strecken. Wo die 10km-Läufer zur ersten Verpflegungsstelle (5,5 km) laufen, geht es für die beiden anderen Distanzen steil bergab in ein Tal, wo sie einen guten km Vollgas geben können, bevor nach einer Brücke, die über einen Fluss führt, ein kleinerer Anstieg kommt. Am Ende dieses Anstieges wartet die erste Verpflegungsstelle (6km) auf die Läufer der 21,5 km und 37 km Distanz. Kurz danach trennen sich auch diese beiden Läufergruppen. Wo die 21,5 km-Läufer abkürzen indem sie einen steilen Anstieg laufen müssen, geht es für die 37 km-Läufer während gut 2 km leicht bergauf. In diesem Tal wird der Sportler der Natur wohl am nächsten kommen. Hier ist der maschinelle Lärm fern. Die Stille scheint allgegenwärtig. Wer gut hinhört wird nur den Wind und das plätschern eines kleines Baches hören. Dem nicht genug, denn zum Schluss dieser Etappe laufen die Teilnehmer an einem Wildgehege vorbei. Mit etwas Glück können Sie dann auch Rehe erspähen.
Kurz danach ist man der Zivilisation wieder sehr nah. Nun geht es erstmals aus dem Wald hinaus. Es folgt eine landschaftlich abwechslungsreiche Etappe. Neben steinigen Feldwegen, läuft man am Rande eines Waldes und durch ein Dorf, bevor eine längere asphaltierte Strecke über Feldwege kommt. Zum Beginn dieser Etappe kann man sich noch verpflegen (11,5km). Das folgende Teilstück über gut 5 km, wird der Läufer nutzen können, um die Muskeln etwas zu schonen und die Agrarlandschaft zu genießen. Vorausgesetzt es ist nicht kalt oder es regnet. Denn hier ist der Teilnehmer schlechten Witterungsbedingungen völlig ausgeliefert, da an diesem Teil meistens der Wind bläst. Die 3. Verpflegungsstelle (17km) wird ein sehr idyllischer Ort in einem Pavillon bei einem Weiher am Rande eines Waldes sein. Hier sollte der Läufer sich gut stärken, da es danach wieder bergauf geht. Zum Schluss sogar sehr steil. In diesem Anstieg bekommt der Teilnehmer einen schönen Panoramablick auf das ländliche Luxemburg. Oben angekommen, kann der Läufer beim leichten Anstieg dichten und niedrigen Jungwald genießen. Nachdem die Straße überquert wurde, geht es wieder durch einen alten Laubwald leicht bergab, ehe der 6. Anstieg des Tages folgt. Dieses Teilstück könnte zu der schlammigsten Angelegenheit werden, falls es regnen sollte. Bis zur 4. Verpflegungsstelle (22,5km), läuft es sich recht gut. Die Wege sind sehr übersichtlich und wenig technisch. An einigen Stellen hat man wieder einen Panoramablick. Bevor man zur 5. Verpflegungsstelle (13km/28,5km) in einem Dorf kommt, treffen sich die beiden Läufergruppen über 37 km und 21,5km wieder. Nach einem etwas steilen Ablauf, folgt ein giftiger asphaltierter Anstieg. Oben angekommen besitzt man einen Blick auf eine Burg, der man entgegenläuft. In einer engen und alten Dorfstraße kann sich der Läufer verpflegen, ehe es ans Eingemachte geht. Nachdem man an der Burg und durch einen kleinen Park gelaufen ist, kommt es knüppeldick für die Läufer. Hier wird nun alles technische Laufkönnen abverlangt. Auf einem schmalen Pfad läuft man entlang eines kleinen Grates, ehe es über Treppen tief nach untern geht. Hier ist es ratsam seine Hände nah am Geländer zu führen, um Schlimmeres zu vermeiden.
Doch auch nach den Treppen geht es weiter nach unten. Die Strecke bleibt tückisch, da es viele schmale Kurven gibt, wo es auch noch auf und ab geht. Am Ende dieses Teilstückes kommt man an die einzige Stelle wo sich die Strecke kreuzt. Aber nur kurz, denn danach kommt ein sehr heftiger und langer Anstieg. Sicherlich ist dies die Herausforderung schlechthin der Strecke. Nicht nur, dass man nach all den Kilometern so seine Mühe haben wird hinauflaufen zu können, sondern diese Teilstrecke ist auch noch sehr holprig. Oben angekommen, geht es über gut 1,5 km recht flach durch den Wald und zum Schluss wieder ein bisschen übers Feld. Hier geht es leicht bergauf, zur letzten Verpflegungsstelle (17,5km/33km), wo sich alle Strecken treffen. Das Endstück wird zu einem richtigen Erlebnislauf. Denn urplötzlich befindet man sich auf einem technisch sehr anspruchsvollen schmalen Pfad. Es geht ständig leicht auf und ab mit vielen Kurven. Sogar Treppen muss/kann man hinunterlaufen. An manchen Teilen kann man rechts sehr steil hinabschauen. Auf der linken Seite kann man mehrere kleiner Höhlen entdecken. Nach gut 3 km auf dieser abwechslungsreichen Strecke geht es schlussendlich recht zügig hinunter ins Ziel, wo neben Getränken und Essen auch die warme Dusche wartet. Nach der Dusche bekommt der Teilnehmer noch ein warmes Essen spendiert, wo er dann nochmals mit vollem Magen auf das Erlebte zurückblicken kann. Zudem gibt es noch ein Andenken für jeden Teilnehmer an dieses Rennen.






